Wie du Zeichnen zu einer regelmäßigen Gewohnheit machst

von | 15. May 2019 | 0 Kommentare

Wie du Zeichnen zu einer regelmäßigen Gewohnheit machst

Täglich im Skizzenbuch zu zeichnen und zu malen ist eine sehr entspannende, meditative Tätigkeit, die gut ist für die eigene Kreativität und Vorstellungskraft. Meine Einstellung zum Skizzenbuch hat sich sehr verändert, als ich ein Naturtagebuch begonnen habe, meine Zeichnungen sind dadurch interessanter geworden. Ich würde sagen, ich habe eine bessere Verbindung zur Welt – in der Natur gibt es immer etwas zu entdecken, das man zeichnerisch erkunden kann. Gewohnheitsmäßiges Zeichnen hat also definitiv seine Vorteile. Wenn du auch Lust hast, regelmäßig zu zeichnen aber nicht so recht weißt, wie, dann schau dir diesen Beitrag an.

Hier sind ein paar praktische Tipps die helfen, das Zeichnen zur Gewohnheit zu machen:

Zeichne regelmäßig

Richte dir feste Zeiten ein für das Zeichnen – das muss gar nicht lang sein. 5-10 Minuten am Tag sind ausreichend, und oftmals zeichnet man nach dieser Zeit eh von selbst weiter. Wenn du jeden Tag ein bisschen was in deinem Skizzenbuch machst, bilden sich neue Nervenbahnen in deinem Gehirn, und dadurch wird das Zeichnen zur gewohnten Tätigkeit. Je häufiger du zeichnest, desto wahrscheinlicher ist es, dass du es wieder machst.
Eine gute Taktik kann sein, sich ein kleines Zeitfenster direkt morgens einzurichten – vielleicht musst du dafür 10 Minuten früher aufstehen, aber du hast dir dann verbindlich Zeit zum Zeichnen eingerichtet. Natürlich ist das ebenso auch abends möglich – du musst es nur umsetzen.

Mach es dir leicht

Mach dir den Start möglichst leicht. Damit sind keine einfachen Motive gemeint, sondern deine Startbedingungen. Platziere deine Zeichenmaterialien leicht erreichbar, so dass du jederzeit loslegen kannst und nicht erst alles zusammensuchen musst. Ein fester Ort ist ebenfalls gut. Da man nicht wirklich viel braucht, könnte das z.B. so aussehen: ein Platz im Küchenregal oder neben dem Lieblingsfenster mit Skizzenbuch, Bleistift, und Aquarellkasten. Wenn du planst, draußen zu zeichnen, pack dir eine Tasche mit den Sachen die du brauchst, so dass alles jederzeit bereit ist, wenn du raus gehst. Ich hab eine kleine Serie über das Zusammenstellen einer solchen Grundausrüstung für das Zeichnen in der Natur geschrieben, du findest die Beiträge hier, hier und hier.

Verbinde Zeichnen mit einer anderen Gewohnheit

Eine sehr effektive Methode ist es, Gewohnheiten miteinander zu verbinden und quasi aneinander zu hängen. Das macht den Einstieg in die neue Sache noch leichter. Wenn du öfter zeichnen möchtest und schon regelmäßig die Natur beobachtest, könntest du zum Beispiel beides miteinander verbinden. Oder du schnappst dir dein Skizzenbuch zum Morgenkaffee und zeichnest ein wenig, während du ihn trinkst.
Wenn du draußen ein Naturtagebuch anfangen möchtest, nimm deine Zeichensachen mit nach draußen, wenn du wandern oder spazieren gehst.

Mach es verbindlich

Etwas verbindlich festzulegen ist gut, wenn du deine neue Gewohnheit weiter festigen willst, und es wird dadurch auch einfacher! Du kannst zum Beispiel einer Freundin von deiner neuen Gewohnheit erzählen – sobald du eine Sache mit jemandem teilst, hast du so eine Art „öffentlichen Druck“ – das klingt erstmal etwas negativ, macht es dir aber leichter, dran zu bleiben. Denn wir alle wollen ja vor anderen gut dastehen.
Noch besser ist es, Zeichnen und Skizzieren gleich zu einer geselligen Aktivität mit anderen zusammen zu machen. Organisiere einen regelmäßigen Zeichennachmittag mit anderen, oder geht gemeinsam wandern mit euren Skizzenbüchern.
Eine tolle Möglichkeit, dich mit anderen auszutauschen, ist auch das Internet – zum Beispiel über ein Blog oder die sozialen Medien. Das ist übrigens auch ein Grund, warum ich auf diesem Blog meine Skizzenbücher zeige, ich mag den Austausch. :)

Fang irgendwo an

Am besten ist es, nicht alles zu sehr zu überdenken und erstmal einfach und intuitiv irgendwo anzufangen. Wenn du regelmäßig zeichnen oder malen willst, und das in deinen Alltag integrieren möchtest, dann schau, welche der Methoden oben zu dir passen – sie können dir dabei helfen, dass du auch wirklich dran bleibst. Zu guter letzt vergiss nicht, dass Zeichnen und auch das Naturtagebuch etwas sein sollen, was dir Freude und Kreativität bringt. Für mich hat es sich auf mehreren Ebenen total ausgezahlt, damit anzufangen und auch dranzubleiben, daher rede ich auch immer wieder gern darüber: Ein Skizzenbuch kann dich den Dingen näher bringen, die du beobachtest, und es weckt deine Kreativität. Probier es also ein Weile aus und schau, wohin es dich führen kann.

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Julia Bausenhardt Illustration & Naturskizzen

In diesem Blog schreibe ich über das Zeichnen in der Natur, meine Skizzenbuchexperimente, Pigmente und Aquarelltechniken, Naturtagebücher, Zeichentutorials, Workshops und vieles mehr.
Ich möchte zeigen, wie man die Natur mit dem Skizzenbuch entdecken und dabei gleichzeitig Zeichnen und Malen lernen kann.