Es ist an der Zeit für meinen monatlichen Rückblick. Januar war ein relativ ruhiger Monat für mich mit viel Zeichnen von zuhause aus, oder im unmittelbaren Umkreis. Der Winter ist hier, und es war einfach zu kalt um viel Zeit mit dem Skizzenbuch draußen zu verbringen. Ich habe aber einige schöne Spaziergänge gemacht und dort unter anderem Material (und Videoaufnahmen) für meinen neuen Skillshare-Kurs gesammelt (Zeichenideen für den Winter).

Winter ist eine optimale Jahreszeit für die Vogelbeobachtung, da die Bäume kahl sind. Ich beobachte und zeichne fast jeden Tag Vögel. Glücklicherweise versammeln sich viele verschiedene Arten am Futterspender und in den Gärten – die häufigsten sind nach wie vor Spatzen und Kohlmeisen. Ich habe zwischendrin angefangen, Blattstrukturen zu untersuchen, es mangels frischen Rohmaterials aber erstmal wieder verworfen.

Anfang Januar habe ich auch ein neues Naturtagebuch begonnen. Eine Sache, die ich gern mache, ist die erste Seite frei lassen für Wettereindrücke und kleine Skizzen von Himmel und Wetter. So kann man festhalten, wie sich die Jahreszeiten verändern, und hat auch gleich einen guten Einstieg ins neue Skizzenbuch. Bisher war es wie erwartet sehr winterlich, und ich mag die Farbpalette, die die Jahreszeit so mit sich bringt.

Im Winter kann man auch einen näheren Blick auf Bäume und ihre Silhouette werfen. Immer wenn ich keine Vögel entdecken kann, schaue ich mir die Bäume im Garten genauer an, sie sind alle ein wenig unterschiedlich in der Wuchsform. Ich habe auch versucht, den Schnee etwas genauer zu untersuchen, aber es war nicht kalt genug (er ist geschmolzen) und ich habe mir dann Wilson Bentley’s schöne Fotografien von Schneeflocken angesehen. Aber vielleicht ergibt sich ja noch eine Möglichkeit mit dem Schnee.
Hier im Garten sind diverse Drosselarten aktiv, die nach und nach die runtergefallenen Äpfel fressen, und so hatte ich auch Gelegenheit, diese schönen Vögel zu zeichnen.

Für meinen neue Onlineworkshop habe ich einen näheren Blick auf Zweige und Zapfen geworfen, und ein paar Vögel habe ich auch mit reingeschmuggelt.

An einem der sehr kalten Tage mit Raureif habe ich versucht, die Eisformationen auf dem See und auf dem Boden zu zeichnen – ich muss sagen, dass die Wiedergabe von Eiskristallen nicht sehr einfach und sehr langwierig ist, vor allem auf weißem Papier.

Ich verwende mein Naturtagebuch auch, um detailliertere Malstudien von Vögeln zu machen, mit kleinen Farbproben am Rand. Ich experimentiere immer noch mit meinen neuen Aquarellfarben und halte dabei verschiedene Farbmischungen fest. Besonders interessant finde ich neutrale Töne und helle Grautöne, die für Vögel nützlich sind, interessanterweise passen die Graus ja auch zur Jahreszeit.
Du kannst auch sehen, dass hier öfter mal eine Katze vorbeischaut, die Vögel lassen sich davon aber nicht groß beeindrucken.

Das war eine kleine Übersicht über mein Naturtagebuch im Januar. Was hast du in letzter Zeit gezeichnet? Schreib es mir gern in die Kommentare!

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