Mein Skizzenbuch im Februar 2019

von | 6. March 2019 | 0 Kommentare

Im Februar habe ich mich weiterhin dem Zeichnen von Vögeln gewidmet, es passiert draußen sonst noch nicht viel im Spätwinter. Wir waren auch einige Male unterwegs, unter anderem am Hohen Meißner, was ein sehr inspirierender Ausflug für mich war.

Schauen wir mal:

Die Spatzen sind im Garten sehr aktiv und es ist immer eine Freude, sie zwitschern und miteinander schimpfen zu hören. Sie fliegen in kleinen Trupps mit 8-15 Vögeln umher.
Manchmal gesellt sich ein einzelner Kleiber in den Garten und hüpft durch die Bäume. Die Haltung und Körperform dieser Vögel ist sehr charakteristisch, ich mit gefällt der blaugraue Rücken- und Flügelbereich im Kontrast zum orangefarbenen Bauch.

Eine andere Art die man hier häufig sieht sind Amseln, obwohl sie weniger geworden sind. Eine sitzt abends häufig auf dem Dach und singt.

Mehr Vogelstudien, eine Tannenmeise (die ich hier bisher noch nicht gesehen habe, aber für mein Vogelprojekt zeichne) und ein Rotkehlchen. Vor kurzem ist mir eins ganz nah begegnet, in der Stadt trauen sich diese kleinen Vögel mitunter bis auf einen Meter heran.

Unser Ausflug in die Meißnerregion war ein schöner Tag inklusive einem gefrorenen See, den ersten Weidenkätzchen und einem unterirdischen Kohlefeuer! Wir haben es nicht aus der Nähe gesehen, aber in der Luft lag ein schwefeliger Geruch. Das Gebiet um den Meißner ist eine ehemalige Bergbauregion, in der Braunkohle abgebaut wurde. Die Gegend um die Kalbe wurde zwar seit dem Ende des Bergbaus in ein Naturschutzgebiet umgewandelt, aber ein Teil der restlichen Kohlvorkommen hat sich entzündet und brennt unterirdisch weiter, mit Hilfe der Luft von oben. Ein sehr interessanter Ort. Es hat Spaß gemacht, über Eisflächen und rutschige Wege zu schlittern, und die Reste des Winters und die ersten Frühlingsboten so nah beieinander zu haben. Ich habe mich sehr an den Harz erinnert gefühlt, wo ich aufgewachsen bin und wo zu dieser Zeit in den Höhenlagen auch noch Schnee liegt.

Zurück zu meinen Vogelstudien habe ich dieses Mal den Dompfaff skizziert. Mit seinem intensiv roten Bauch und der schwarzen Kappe sieht er tatsächlich aus wie ein katholischer Geistlicher.

Eine Seite mit schnellen Skizzen, wie ich sie an Tagen mache, wo ich meinen Aquarellkasten nicht mitnehme. Diese schnellen, gestischen Zeichnungen mit den sich ständig bewegenden Vögeln sind eine gute Übung. Die Spatzen haben angefangen, kleine Zweige als Nistmaterial zu sammeln, die sie mit dem Schnabel abbrechen (manchmal unter vollem Körpereinsatz) und wegtragen (links).
Ein Star sitzt jetzt jeden Morgen auf dem großen Kastanienbaum, und manchmal auch am Abend. Er hat noch weiße Flügelspitzen (das Prachtkleid) und einen metallischen Glanz auf dem Gefieder. Seine Pause auf dem Baum hat nur kurz angedauert, und gleich darauf hatte sich eine Elster den Ast gesichert, ein weiterer hübscher schwarz-weißer Vogel (rechts).

Ich habe den Rest des Monats mit der Vorbereitung für einen Workshop verbracht (mehr dazu in Kürze) und leider auch eine Zeitlang krank. Aber es geht schon wieder bergauf. Ich hoffe dir hat die kleine Tour durch mein Naturtagebuch im Februar gefallen!

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Julia Bausenhardt Illustration & Naturskizzen

In diesem Blog schreibe ich über das Zeichnen in der Natur, meine Skizzenbuchexperimente, Pigmente und Aquarelltechniken, Naturtagebücher, Zeichentutorials, Workshops und vieles mehr.
Ich möchte zeigen, wie man die Natur mit dem Skizzenbuch entdecken und dabei gleichzeitig Zeichnen und Malen lernen kann.